Canon G7X Mark II im Test

Canon G7X

Heute darf ich euch meine neue Kompaktkamera mit dem Namen Canon G7X Mark II vorstellen. Es handelt sich dabei um eine Kompaktkamera aus dem Hause Canon.  Derzeit habe ich zwei Produkte, die diese Kompaktkamera zukünftig ablösen sollen. Das wären eine Spiegelreflexkamera von Nikon mit diversen Objektiven und ein Camcorder von Sony. Den Spiegelreflexkamera musste in letzter Zeit immer wieder zu hause bleiben, da diese einfach zu groß und klobig ist. Oft  habe ich stattdessen einfach das Smartphone genommen und mal einen schönen Schnappschuss zu machen. Die Resultate sind in Ordnung, aber nichts um es nachher auf Leinwand zu drucken.

Canon G7X Lieferumfang

Geliefert wird die Kamera in einem Karton gut verpackt. Neben einem Akkumulator (Canon NB-13L) ist auch ein externes Ladegerät samt Stromkabel als auch eine Handschlaufe enthalten. Zudem natürlich eine Bedienungsanleitung und eine Sicherheitsbroschüre. Will man mit der Kamera direkt starten, so fehlt lediglich eine SD-, SDHC-, SDXC-Speicherkarte. Der Akku ist bereits vorgeladen 🙂

Canon G7X Technische Daten

Anzahl Pixel ca. 20 MP
Sensor 1″ großer Hintergrund-beleuchteter CMOS Sensor
Lichtstärke 1:1,8 – 2,8
Brennweite 8,8 – 36,8 mm (vergleichbar mit 24-100mm im Kleinbild-Vollformat)
Zoom optisch 4,2 fach
digital 4,0 fach
Bildstabilisator intelligenter IS (Image Stabililzer) mit 5-achsigem Advanded Dynamic IS und Auto Level
Autofokus 31-Punkt Mehrfeld-Autofokus mit Gesichtserkennung und Hilfslicht
Naheinstellgrenze 5 cm bei Weitwinkel und 40 cm bei Tele
Belichtung automatische Mehrfeldmessung und Spotmessung mit Korrektur von bis zu drei Blendenstufen in Drittelstufen
ISO-Empfindlichkeit 125 bis 12.800
Verschlusszeiten 30 Sekunden bis 1/2.000 Sekunde
Weißabgleich Automatisch, Vorauswahl (z.B. Wolkig, Leuchtstoffröhren, Tageslicht) oder Farbtemperatur
Display 3 Zoll großes LCD Touch Display mit 1.040.000 Bildpunkten, fünf Helligkeitsstufen und absoluter Blickwinkelunabhängigkeit
Blitz Automatisch oder manuell in drei Stufen
max. Bildgrößen
3:2 5.472 x 3.648
4:3 4.868 x 3.648
16:9 5.472 x 3.072
1:1 3.648 x 3.648
Video FullHD-Videos mit 59,96/50/29,97/25/23,98 Bildern pro Sekunde
Sprachen Deutsch, Englisch und 28 weitere Sprachen
Schnittstellen MiniUSB, HDMI Micro, WLAN und NFC
Speicherkarten SD, SDHC und SDXC Speicherkarten
Verschluss Lamellenverschluss/Zentralverschluss
Gewicht 316 g (inkl. Akku und Speicherkarte)
Abmessungen 105,5 x 60,9 x 42,0 mm

Canon G7X Bedienung

Durch die einfache Bedienung ist die Canon G7X sowohl für den ambitionierten Hobby-Fotograf als auch für den begnadeten Amateur sehr gut zu bedienen. Es kann zwischen etlichen Programmautomatiken ausgewählt werden. Zudem besteht immer noch die Möglichkeit alle Parameter über das Programm „manuell“ einzustellen. Die Bedienung kann teilweise sowohl über den Touchscreen als auch über Bedienknöpfe vorgenommen werden. Fast alle Knöpfe (Blitz und WLAN nicht) lassen sich mit einer Hand bedienen bzw. sind mit einer Hand zu betätigen. Die Kamera ist aufgrund des verbauten Objektives kein Leichtgewicht, liegt aber dennoch gut in der Hand und man merkt, dass man entsprechende Qualität in der Hand hat.

Canon G7X Bildqualität

Ich will euch in diesem Review nicht mit vielen unnötigen Bildern quälen bei denen ich auf eine leichte Unschärfe im Randbereich eingehe. Dieses ist definitiv so und ist bedingt durch eine nicht saubere Ausleuchtung an den Rändern, sodass die Kamera dort entsprechend automatisch nach regelt. Ich habe für meinen Teil jedoch sehr schöne Bilder erzeugen können. Sowohl Produktfotos bei guten Licht als auch bei sehr wenig Licht gelingen sehr gut. Langzeitbelichtungen sind ebenso möglich. Ab ISO 3200 ist das Bildrauschen auch ohne Vergrößerung schon zu erkennen, was jedoch aufgrund einer Lichtstärke von 1,8 – 2,8 nicht zu oft zum Einsatz kommen muss.

Canon G7X Videoqualität

Sehr schön ist auch hier die Möglichkeit alle Einstellungen selber tätigen zu können. Ich besitze bereits einen Camcorder von Sony, doch dieser regelt alles von „alleine“. Macht er in vielen Szenen auch sehr gut, aber will man beispielsweise bei wechselnden LichtVerhältnissen filmen oder weiß, dass gleich das Licht ausgeht, dann kann man bei der Canon G7X die Einstellungen bereits im Vorfeld so treffen, sodass man die wichtige Szene auch in der richtigen Belichtung aufnimmt. Aufgrund der kompakten Bauform und der guten Videoqualität wird die Canon G7X sehr oft für VLOGs verwendet von etlichen YouTubern. Solltest du auch Interesse an VLOGs haben, dann kann ich die Kamera sehr empfehlen. Bei meinen Testläufen konnte ich keine Kritikpunkte auf die Bildqualität der Canon G7X aussprechen. Einzig und alleine die Qualität des Audiospur könnte noch ein wenige besser sein, wobei sich diese auf einem guten Niveau befindet.

Canon G7X Fazit

Nachdem ich die Canon G7X nun etliche Wochen bereits in Benutzung habe möchte ich euch mein vorerst abschließendes Fazit dieses Reviews mitteilen:

Sehr gut gefällt mir die kompakte Bauform mit einem sehr guten Zoombereich und guter Bildqualität. Der Autofokus funktioniert schnell und zuverlässig. Für eine entsprechende Bildqualität ist man bei vielen anderen Herstellern (Zoombereich 24-100 im Kleinbild-Format) doch einiges mehr an Geld los. Auch das gestochen scharfe Display lässt nicht nur erahnen wie gut das Bild sein könnte, sondern man nicht bereits sehr viele Details durch die hohe Auflösung wahr. Eine entsprechende Speicherkarte vorausgesetzt, so habt ihr die Möglichkeit nahezu endlos Bildern mit der Reihenaufnahme anzufertigen.

Etwas störend ist die Tatsache, dass bei der Übertragung der Bilder von der Canon G7X auf mein Tablet oder Smartphone via WLAN die Bilder herunter skaliert werden und so die Bildqualität drunter leidet. Hier wäre es schön, wenn man eine Einstellungsmöglichkeit hätte. Will man sich die Bilder nur mal eben anschauen, dann reicht eine skalierte Größe – will man die Bilder doch bereits in die Cloud sichern, dann sollte es die originale Größe sein. Die Akkulaufzeit ist eher mittelmäßig bzw. sogar leicht drunter, sodass ihr auf jeden Fall einen zweiten Akku benötigt. Bei einem originalen Canon Akku schlägt dieser mit ca. 60 € zu Buche – kein günstiger Spaß.

Insgesamt bin ich mit der Kamera sehr zufrieden. Solltet ihr auf der Suche nach einer kompakten Kamera sein mir der ihr unterwegs gute Schnappschüsse machen wollt, aber keine Lust auf lästiges Schleppen einer DSLR habt, dann seit ihr hier genau richtig.

Über Marcel 18 Artikel
Berufliche bin in der Welt der Nullen und Einsen unterwegs und lasse mich gerne für neue technische Dinge und auch Gadgets begeistern. Neben meiner handwerklichen Geschick und meiner Liebe zur Fotographie behalte ich den Gadget Bereich immer wieder im Blick

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