Philips 272P7VPTKEB im Test / Review

Philips 272P7VPTKEB Test Review
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Im heutigen Monitor-Blogbeitrag geht es um den Philips 272P7VPTKEB, welchen ich mir in den letzten Wochen ausführlich angeschaut und in unterschiedlichen Szenarien genutzt habe. Dass ich gerne Monitore teste und dabei vorzugsweise auf hochwertige und teure Geräte mit gigantischer Auflösung starre, dürfte nicht nur meiner Frau aufgefallen sein. Ich muss gestehen, dass ich mittlerweile keinen klassischen 24″ Monitor mit einer FullHD Auflösung mehr kaufen und auch nicht mehr empfehlen würde – es gibt wirklich nur noch wenige Einsatzzwecke. Ein solches Modell habe ich beispielsweise auf der Arbeit stehen und es ärgert mich jedes Mal aufs Neue, wenn ich vor dieser kontrastarmen und farbschmutzigen Kiste sitze und mir an irgendwelchen Excel-Tabellen die Augen verblöde. Und genau an dieser Stelle kommt vielleicht der Philips 272P7VPTKEB ins Spiel??

Philips 272P7VPTKEB im Test

Technische Daten

Bezeichnung Philips 272P7VPTKEB
Diagonale 27″ bzw. 68,6 cm
Auflösung 3.840 x 2.160 Pixel
Format 16 : 9
Reaktionszeit 5 ms
Helligkeit 350 cd/m²
Kontrast statisch 1.300 : 1
Kontrast dynamisch 20.000.000 : 1
Blickwinkel 178° / 178°
Panel IPS
Bildschirmwiederholrate 60 Hz
Neigung + 30 ° und  – 5 °
Drehung +/- 175 °
Höhenverstellung 150 mm
Leistungsaufnahme 31,9 Watt
Leistungsaufnahme (Standby) 0,3 Watt
Anschlüsse 1 x VGA
1 x HDMI 2.0 (MHL)
1 x DP 1.2 (Eingang)
1 x DP 1.2 (Ausgang)
1 x Mini DP 1.2
1 x USB 3.0 (IN)
3 x USB 3.0 (OUT) (einer mit Schnellladefunktion)
1 x 3,5 mm Eingang
1 x 3,5 mm Ausgang
Lautsprecher 2 x 2 Watt (Stereo)
Gewicht 7,86 kg
Abmessungen (B x H x T)
614 x 548 x 257 mm (mit Standfuß)
614 x 372 x 56 mm (ohne Standfuß)

Lieferumfang des Philips 272P7VPTKEB

Neben dem eigentlichen Monitor mit dem dazugehörigen Standfuß sind noch eine Reihe von Kabeln im Lieferumfang enthalten. Meiner Meinung nach ist der Lieferumfang wirklich sehr gut bestückt, sodass man jedes gängige Gerät, egal ob ein in die Jahre gekommenes Notebook oder ein aktueller Desktop-PC oder auch Bluray-Laufwerk an den Philips 272P7VPTKEB angeschlossen bekommt:

  • VGA
  • HDMI
  • DiplayPort
  • Mini DisplayPort
  • USB-Kabel
  • Audio-Kabel
  • Kaltgerätekabel

Darüber hinaus ist natürlich auch ein Handbuch u.A auch in deutscher Sprache und auch eine Kurzbeschreibung vorhanden. Alles Wichtige ist somit direkt dabei, um sofort und problemlos mit nahezu jedem anschließbaren Gerät starten zu können.

Design, Ausstattung und Verarbeitung

Bevor es für den Philips 272P7VPTKEB aus der Verpackung auf den Schreibtisch geht, muss noch der Standfuß montiert werden. Dieser besteht aus zwei Teilen und wird erst zusammengesteckt und mit einer Schraube fixiert. Danach kann der komplette Standfuß einfach auf die rückseitige Halterung gesteckt werden und schon ist der Standfuß montiert und der Philips 272P7VPTKEB kann aufgestellt werden. Das erste Bild zeigt dabei die Halterung am Philips 272P7VPTKEB auf der Rückseite, das zweite Bild hingegen eine Möglichkeit die Kabel auf der Rückseite der Halterung zu führen, sodass die Kabel bei der Verstellung der Höhe nicht stören.

 

Mir gefällt das Design insgesamt sehr gut und auch erwähnenswert finde ich vor allem die Tatsache, dass auf ein beleuchtetes Philips Logo verzichtet wurde und stattdessen eine kleine unauffällige LED Leuchte den Status des Philips 272P7VPTKEB anzeigt.

Der Monitor ist größtenteils in der Farbe schwarz gehalten. Die untere Leiste ist farblich leicht abgesetzt und der Standfuß ist auf der Rückseite in der Farbe silber gehalten. Ansonsten wirkt der Monitor sehr schlicht und elegant zugleich. Mit seinem Gewicht von fast 8 kg ist der Monitor kein Leichtgewicht, steht aber dadurch auch sehr gut auf dem Schreibtisch. Selbst bei der Bedienung der Schaltknöpfe bewegt sich der Monitor nur leicht.

Im linken unteren Bereich ist der Schriftzug zu sehen:

 

Sehr spannende Sache für Leute, die eine entsprechende Verwendung dafür haben, ist die Popup-Kamera, welche bereits in den Monitor integriert ist.

 

Ein sehr interessantes Feature, welches auch sehr zuverlässig funktionierte, ist der PowerSensor.

 

Dazu ist ein kleiner Sensor unterhalb des Philips Logos eingebaut, welcher erkennt, ob jemand vor dem Monitor sitzt. Bei längerer Abwesenheit geht der Monitor in den Standby und spart dadurch Strom. Sehr interessant war in Kombination mit meiner BenQ ScreenBar, dass ich diesen an dem internen USB Ports des Monitors betrieben habe und diese dadurch auch stromlos wurde. Hat auf der einen Seite den Vorteil, dass man auch Strom spart, auf der anderen Seite aber auch den Nachteil, dass angeschlossene Geräte erst einmal nicht mehr funktionieren. Ich fand es zumindest gut.

Anschlüsse sind sowohl von der linken Seite als auch auf der Unterseite vorhanden.

Auf der linken Seite befinden sich eine Reihe von USB-Anschlüssen.  Dabei sind sowohl der USB Eingang als auch drei weitere USB Ausgänge sichtbar, welche im Zusammenspiel als HUB genutzt werden können.

 

Auf der Unterseite sind sowohl die Eingangsanschlüsse für das Video-/Bildeingangssignal in Form von HDMI 2.0, DisplayPort 1.2, Mini DisplayPort 1.2, VGA und DisplayPort 1.2 Ausgang als auch zwei Stecker für das Audio-Signal: 3,5 mm Eingang und 3,5 mm Ausgang. Daneben findet sich der Anschluss für das Kaltgerätekabel und ein Ein-/Ausschalter.

 

Bedienung

Der Philips 272P7VPTKEB wird nach dem Philips-üblichen Bedienkonzept über eine Reihe von Schaltflächen am unteren rechten Bildschirmrand bedient:

Dabei gibt es die Möglichkeit über eine Schaltfläche in die Auswahl des Betriebsmodus (SmartImage) zu springen und dabei aus einer voreingestellten Auswahl von sieben unterschiedlichen Betriebsmodi zu wählen:

  • Büroarbeit
  • Foto
  • Film
  • Spiel
  • Sparmodus
  • LowBlue Mode
  • SmartUniformity

Natürlich hat man darüber hinaus auch die Möglichkeit keine SmartImage-Einstellung zu wählen (Aus).

Über die weiteren Schaltflächen des Philips 272P7VPTKEB gibt es noch die Möglichkeit die MultiView-Einstellung und die Signaleingangsquelle zu wählen.

Ansonsten kann über das klassische Philips Menü auf jede mögliche Einstellung zurückgegriffen werden und diese auch entsprechend abgeändert werden.

Bildqualität des Philips 272P7VPTKEB

Dass Bildqualität nicht nur reine Auflösung ist, sollte mittlerweile doch auch jedem bewusst sein. Der Philips 272P7VPTKEB kommt mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Bildpunkten daher und liegt dabei bei einer Bildschirmdiagonalen von 27″ in einem guten bis sehr guten Bereich. Im Bereich der Farbtiefe ist der Philips 272P7VPTKEB doch schon sehr fortschrittlich, wie ich bei meiner Recherche, aber auch in Tests herausfinden konnte. Der Monitor hat eine Farbtiefe von 10 Bit anstatt der sonst üblichen 8 Bit. Damit lassen sich wesentlich mehr Farben darstellen, jedoch ist dies nicht zu verwechseln mit HDR.

Genug vom Theoretischen, gehen wir über zu den üblichen Screenshots aus DisplayCal und kommen mit ein paar Fakten daher.

In der Standardeinstellung am Monitor erreiche ich durchweg Helligkeitswerte von 250 – 260 cd/m².

Schraube ich nun ein wenig an den Einstellungen am Monitor, so sind Werte von fast 330 cd/m² möglich, was sich natürlich auch entsprechend auf Kontrast und Farbraumabdeckung auswirkt:

Angegeben ist der Philips 272P7VPTKEB laut Hersteller mit einer Farbraumabdeckung nach sRGB von 100 %. Im un-kalibrierten Zustand erreicht der Monitor einen Wert von fast 96 % und kommt damit nicht an den von Philips angegebenen Wert heran:

Das Kontrastverhältnis liegt bei Helligkeitswerten zwischen 200 und maximal 320 cd/m² bei 800:1 bis maximal 895:1. Damit ist der Philips 272P7VPTKEB jenseits der angegebenen 1.300:1 und kommt damit mit einem ernüchternden Wert daher.

Philips 272P7VPTKEB im Einsatz

Nun habe ich schon eine ganze Menge über die Ausstattung und auch technischen Daten zur Bildqualität zum Philips 272P7VPTKEB geschrieben, doch wie macht er sich so im Alltag? Macht es Spaß damit zu arbeiten?

Ich habe den Philips 272P7VPTKEB dazu in ganz unterschiedlichen Anwendungsfällen mir sehr genau angeschaut. Zunächst einmal bei einfachen Office-Arbeiten, wo es wirklich viel Spaß macht, mit ihm zu arbeiten. Gerade im Bereich der Ergonomie punktet der Bildschirm so richtig. Egal, ob Neigungswinkel oder auch die Höhenverstellung, der Monitor lässt sich wirklich optimal für jede Sitzposition einstellen. Schreibe ich z.B. Artikel für meinen Blog, dann habe ich auf der einen Seite den Browser mit WordPress offen, auf der anderen Bildschirmseite ist ein Word-Dokument mit der Gliederung und einer Menge Notizen. Dazu kommt oft auch noch ein drittes Fenster, wo ich bereits Bilder vorauswähle und entsprechende Marker im Text mit Verweis auf das Bild setze. Durch die enorme Auflösung auf einer Diagonalen von 27″ hat man wirklich alles im Blick bei einem scharfen Bild.

Wie bereits in einem anderen Beitrag erwähnt, beschäftigt mich das Thema 3D Druck in letzter Zeit sehr, sodass ich viel Zeit in der 3D Drucksoftware und auch in Zeichenprogramme verbringe. Dabei macht es richtig Spaß mit dem Philips 272P7VPTKEB zu arbeiten. Lediglich bei Sonneneinstrahlung merkt man das nur mittelmäßige Kontrastverhältnis doch schnell.

Philips 272P7VPTKEB CURA

Natürlich konnte ich es mir auch nicht nehmen lassen ein paar Games auf dem Philips 272P7VPTKEB zu spielen. Grafisch-aufwändige Games waren hierbei leider nicht in vollen Details möglich, aber das ist auch nicht nötig, um festzustellen, ob der Monitor Schlieren zieht oder nicht. Die folgenden Spiele habe ich testweise angeschaut: Dota 2, CS:GO und auch Overwatch. Bei einer 4K Auflösung und niedrigen Details konnte ich keine Schlierenbildung feststellen. Dabei sei noch erwähnt, dass ihr sowohl an dem Monitor bei Nutzung von HDMI die Version 2.0 eingestellt haben müsst (1.4 reicht nur für 4k@24fps und sorgt für Schlierenbildung) und bei DisplayPort die Version 1.3. Eure verwendeten Kabel müssten dies natürlich ebenso hergeben. Auf diese Weise kommt der Philips 272P7VPTKEB auch mit schnellen bewegten Bilder zu recht.

Fazit

Der Philips 272P7VPTKEB hat definitiv seine Stärken, aber auch einige Schwächen. Der Monitor kommt mit einem IPS-Panel daher, hat jedoch dabei nur eine mittelmäßige Farbabdeckung und bescheidene Helligkeits- und Kontrastwerte verglichen mit den Herstellerangaben und auch Konkurrenten in diesem Preissegment. Im Bereich der Anschlussvielfalt und auch der Ergonomie braucht sich der Philips 272P7VPTKEB jedoch nicht zu verstecken, sondern kommt sehr vorbildlich daher. Optisch ist der Monitor sehr schlicht, aber dennoch edel gehalten und überzeugt dabei durch seine schmale Einfassung des Displays. Durch den Powersensor ist der Monitor auch für Stromsparfüchse zu empfehlen. Im Bereich hochauflösendem Gaming macht der Monitor eine gute Figur – trotz der Tatsache, dass dies nicht sein Haupteinsatzgebiet sein soll. So konnte ich selbst bei schnellen Spielen keine Schlierenbildung feststellen. Zu einem aktuellen Straßenverkehrspreis von 650 € ist der Philips 272P7VPTKEB jedoch kein günstiges Unterfangen und Modelle anderer Hersteller, z.B. der BenQ BL2711U, kommen mit ähnlichen technischen Details auch wesentlich günstiger daher.

 

Wollt ihr euch den Philips 272P7VPTKEB anschaffen, würde ich mich freuen, wenn ihr dies über den nachfolgenden Link bei Amazon macht. Ich bekomme somit einen Teil der Amazon Provision, euch entstehen dadurch jedoch keinerlei Mehrkosten:

 

Über Marcel 35 Artikel
Berufliche bin in der Welt der Nullen und Einsen unterwegs und lasse mich gerne für neue technische Dinge und auch Gadgets begeistern. Neben meiner handwerklichen Geschick und meiner Liebe zur Fotographie behalte ich den Gadget Bereich immer wieder im Blick

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