Bose SoundTouch 10 im Test bzw. Review

Bose SoundTouch 10

Heute stelle ich euch das kabel-lose Musiksystem Bose SoundTouch 10 im Test vor.

Bose ist schon seitdem ich denken kann eine bekannte Marke im Bereich Musiksysteme. Bei diesem System handelt es sich um ein Wireless System mit dem ihr über verschiedene Kanäle Musik hören könnt. Neben der Möglichkeit auf verschiedene Radio Systeme über das Internet zuzugreifen, könnt ihr genauso auf einige Streaming-Dienst direkt drauf zugreifen. Wem das noch nicht reicht, hat noch die Möglichkeit direkt über Bluetooth Musik z.B. per Smartphone an das kleine Audiosystem zu übertragen oder Musik von einem Gerät im Netzwerk per DLNA oder UPNP zu übertragen. Zudem hat die Bose SoundTouch 10 noch einen 3,5 mm Klinkeneingang.

Die Bose SoundTouch 10 ist das kleinste Modell aus der SoundTouch Reihe: das betrifft sowohl die Größe als auch den Preis 😉

Kommen wir aber erst einmal zu den technischen Daten der Bose SoundTouch 10.

Technische Daten

  • Maße dieses kompakten Systems sind ca. 21 cm x 14 cm x 9 cm (Höhe x Breite x Tiefe)
  • Gewicht von ca. 1,9 kg
  • WLAN zur Einbindung ins Netzwerk
  • Bluetooth zur Übertragung von Musik z.B. per Smartphone
  • unterstütze Audioformate:
    • MP3
    • WMA
    • AAC
    • FLAC
    • Apple lossless
  • kleine Fernbedienung

Einrichtung

Um die Bose SoundTouch 10 überhaupt nutzen zu können, müsst ihr diese einrichten. Dazu  geht es entweder in den Google-Play Store und sucht nach SoundTouch (Link Google Play) oder suche ebenso nach SoundTouch im iTunes Store (Link iTunes).

Nachdem die App heruntergeladen und installiert wurde, könnt ihr diese auch direkt starten. Auf meinem Android Smartphone zeigt sich der folgende Bildschirminhalt:

Anhang eines kleinen Leitfadens werden Ihr in der App durch den Einrichtungsassistenten geführt, sodass ihr die SoundTouch 10 problemlos eingerichtet bekommt. Kritikpunkte an dieser Stelle ist, dass ihr auf jeden Fall ein SoundTouch-Konto benötigt, ansonsten bekommt ihr das Gerät nicht eingerichtet:

Habt ihr bereits ein SoundTouch Konto, braucht ihr euch nur noch damit anmelden, ansonsten eben schnell die Eingabefelder ausgefüllt und kurze Zeit später ist man bereits mit der Installation der Bose SoundTouch 10 durch:

So richtig eingerichtet ist das Ding jedoch noch immer nicht. Nun geht es darum entsprechende Musik-Dienste oder ähnliches auf dem Gerät einzurichten. Dazu kann man aus einer Liste von Anbieter bzw. Technologien auswählen. Die Auswahl gibt vier Musik-Streaming-Dienste her:

  • Amazon Music
  • Deezer
  • SiriusXM
  • Spotify

Ich selber habe für meinen Teil Spotify und Amazon Musik. Jedoch habe mir für den Test noch eine kostenlose Deezer Mitgliedschaft angelegt. Die Verbindung mit Spotify oder Deezer herzustellen ist problemlos möglich, jedoch bekomme ich bei der Verknüpfung mit Amazon Musik immer die Fehlermeldung, dass dies in meiner “Region” derzeit nicht verfügbar ist.

Meine gesammelte bzw. digitalisierte Musikbibliothek liegt auf meinem NAS. Einem schon etwas älteren Gerät, welche nicht durch super Performance-Werte strahlt, aber für ein bisschen Musikübertragung mehr als reicht.
In der App wird das NAS, welches entweder per UPNP oder DLNA verwunden werden kann direkt gefunden und ich kann auf meine komplette Musik-Sammlung zugreifen. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten der Auswahl der Musik. Dies ist entweder nach der Ordnerstruktur möglich oder nach Album bzw. Artist.

Es gibt noch zwei weitere Möglichkeiten Musik aus der kleinen Box zu bekommen: Entweder per Bluetooth direkt per Smartphone/Tablet oder mittels Internet-Radio.

Mittels Bluetooth wird die Audiospur des mobilen Endgeräts einfach an die Box übertragen. Dies funktioniert ohne Probleme und überbrückt selbst größere Distanzen oder auch mal ein Mäuerchen. Internet Radio lässt sich aus einer Schier unendlichen Liste an frei-verfügbaren Internet Radios auswählen bzw. auch gezielt nach einzelnen “Sendern” suchen.

Anfangs hatte ich mit meinem Smartphone Verbindungsprobleme und die Verbindung zum Bose SoundTouch 10 ist immer wieder verloren gegangen. Am nächsten Tag hat die App bei Verbindungsaufbau festgestellt, dass ein Update für die Bose SoundTouch 10 verfügbar ist. Seitdem ich das Update auf meiner Bose SoundTouch 10 habe, klappt es mit der Verbindung problemlos.

Test

Nun kommen wir zu den wichtigsten Eigenschaften dieser kleinen Box: Wie ist der Klang und wie gut kommt man mit diesen smarten Soundsystem im Alltag zu recht?

Wer einmal ein Bose System hatte – egal welches – weiß genau, wie ein Bose Soundsystem klingen muss. Ich für meinen Teil kann sagen, es klingt wirklich gut. Es ist insgesamt etwas basslastiger als man es von anderen Herstellern gewohnt ist. Viele kleinere und günstigere chinesische Blurtooth Lautsprecher-Lösungen klingen schnell blechern. Vor allem im etwas lauteren Bereich mag man diese Systeme vornehmlich nicht mehr hören. Das ist hier überhaupt nicht der Fall. Selbst wenn ich unten im Wohnzimmer sitze und das System per App auf nahezu maximale Lautstärke stelle, hört es sich immer noch sehr gut an. Kein blechernes Geräusch, keine Verzerrungen

Der Bereich tiefere Bässe ist noch ausbaufähig. Wahrscheinlich liefern hier die beiden größeren Modelle Bose SoundTouch 20 und Bose SoundTouch 30 besser Ergebnisse ab.

Bedient werden kann das kleine System über mehrere Möglichkeiten. Die einfachste Möglichkeit ist die Bedienung direkt am Gerät. Dazu sind insgesamt zehn Knöpfe auf der Oberseite angebracht. Diese gliedern sich optisch in drei Bereiche – siehe folgendes Bild:

Bose SoundTouch 10

Die beiden Schaltfläche auf der linken Seite sind zum Ein- und Ausschalten und um Bluetooth oder AUX als Audioeingangsquelle auszuwählen.

Die sechs mittig gelegenen Schaltflächen mit einer Durchnummierung von eins bis sechs sind für Kurzwahlbelegungen. Diese können z.B. mit folgenden Funktionalität vorbelegt werden: Sei es ein Internet-Radiosender oder auch die Möglichkeit eine Playlist von Spotify wiederzugeben. Ebenso kann es aber auch als Vorbelegung für eine Wiedergabe vom NAS sein. Gerade während des Testzeitfenters von Deezer hatte ich sogar alle sechs Plätze belegt. 1Live und WDR2, zwei Spotify-Playlists, eine aktuelle Sammlung vom NAS und Deezer. Bedienung der sechs Schaltfläche klappt zuverlässig und ist selbsterklärend.

Die beiden letzten, auf der rechten Seite gelegenen, Schaltfläche sind für die Wiedergabelautstärke und bedürfen keiner großen Erklärung.

Ganz klassisch hat das Bose SoundTouch 10 auch eine Fernbedienung mit dabei, welche noch ein paar zusätzliche Bedienungselemente mit an Board hat. So ist es möglich Musik zu pausieren und auch wieder fortzusetzen oder auch einen Musiktitel vor oder auch zurück zu springen:

Bose SoundTpuch 10 Fernbedienung

 

Die interessanteste Bedienung ist meiner Meinung nach und auch für viele Andere bestimmt auch die Bedienung per App. Eine App ist sowohl für Android als auch für iOS verfügbar, sodass sowohl Apple Fanatiker als auch Android Benutzer auf Ihre Kosten kommen. Die App wird für die Einrichtung benötigt und auch lässt sich damit wirklich alles einstellen. Man hat die Möglichkeit die Radio-Sender festzulegen. In den unterschiedlichen Playlisten bei Spofity zu surfen und auch Musik zu streamen oder auch die Firmware des kleinen Soundsystems zu aktualisieren.

Fazit

Kaufen oder nicht kaufen – zu empfehlen oder eher nicht zu empfehlen?
Vorab sei gesagt, dass dieses System das Einsteigersystem aus der Reihe ist und durch seine beiden größeren Geschwister erweitert werden kann. Ebenso sollte erwähnt werden, dass man heutzutage reine Bluetooth schon im Bonusprogram an der Tankstelle bekommt, welche sowohl klanglich als auch von der Funktionsvielfalt in einer ganz anderen Liga spielen.

Die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

Die Einrichtung der Box ist spielend leicht, benötigt jedoch ein Android oder iOS Smartphone mit der entsprechenden Bose App.
Anfänglich gab es Verbindungsprobleme zwischen App und Bose SoundTouch 10, welche jedoch seit einem Firmware Update des Soundsystems nicht mehr auftreten.

Die Fernbedienung funktioniert gut und zuverlässig, könnte jedoch noch etwas besser in der Hand liegen. Sie fühlt sich etwas “komisch” an – ist schwer in Worte zu fassen/beschreiben.

Das Stromanschlusskabel hätte aus meiner Sicht ruhig noch mal einen halben Meter länger sein dürfen. Für meinen Verwendungszweck reicht es noch gerade so ohne Verlängerungskabel.

Die Soundqualität ist wirklich sehr sehr gut und überhaupt nicht zu vergleichen mit den ganzen günstigen Produkten auf dem Markt. Gerade chinesische Hersteller versuchen den europäischen Markt bei Amazon und Konsorten mit Ihren Produkten zu fluten. Bis auf wenige Hersteller wird doch hauptsächlich chinesischer Müll vermarktet.

Die sehr vielfältige Bedienungsmöglichkeiten sucht man bei anderen Herstellern vergeblich. Oft bieten Geräte die Möglichkeit z.B. nur Internet-Radio und/oder auch Bluetooth. Sucht man jedoch ein Gerät, welches zudem auch diverse Streaming-Dienste beherrscht und auch die private digitale Musiksammlung von einem NAS abspielen kann? Tut euch den gefallen bzw. vielleicht habt ihr das schon gemacht – viele Produkte bleiben nicht über und günstig ist das Unterfangen nicht mehr.

Für einen derzeitigen Straßenpreis von 170 € bekommt man aus meiner Sicht ein sehr gutes Gesamtpaket, was durch seine Vielfältigkeit besticht und klanglich sich nicht verstecken braucht.

Noch ein kleiner Ausblick: Habt ihr euch im Vorfeld bzgl. aktueller Wireless Audiosysteme informiert, dann seid ihr bestimmt auch über den Begriff Multiroom gestolpert. Ich habe derzeit nur das Bose SoundTouch 10 und denke über die Erweiterung eines weiteren Lautsprechers nach. Bose selbst unterstützt auch Multiroom. Natürlich werde ich dann meine Erfahrungen mit euch teilen.

 

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Über Marcel 32 Artikel
Berufliche bin in der Welt der Nullen und Einsen unterwegs und lasse mich gerne für neue technische Dinge und auch Gadgets begeistern. Neben meiner handwerklichen Geschick und meiner Liebe zur Fotographie behalte ich den Gadget Bereich immer wieder im Blick

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