Smart Beleuchtungsprodukte Philips Hue im Test

Philips Hue Go

Ich darf euch heute einige Produkte aus der Philips Hue Produktreihe vorstellen. Es handelt sich bei Philips Hue um eine Serie speziell zur smarten Beleuchtung. Dabei gibt es eine Reihe von verschiedenen Produkte, welche entweder dimmbar sind oder sogar frei in der Farbwiedergabe; manche Produkte können sogar Beides 😉

Vorwort

Ich habe schon länger mit diesem System geliebäugelt. Einsatzzweck sollte sein eine schöne angenehme Atmosphäre z.B. abends auf der Couch zu erzeugen. Im Wohnzimmer haben wir beispielsweise rechts und links vom Fernseher zwei Standleuchten mit E27 Fassung stehen; ebenso steht eine kleine Tischleuchte im Flur. Es geht mir also weniger darum meine derzeitig schon bestehende Deckenbeleuchtung zu ersetzen, dies wären etliche GU10 und einige E27 Leuchtmittel und würde wahrscheinlich mal eben 1000 € kosten, sondern um in bestimmten Bereichen eine angenehme und warme Atmosphäre zu erzeugen.

Philips Hue White and Color Ambiance E27 Starter Kit

Das Set besteht aus mehreren Komponenten. Es ist eine Zentrale – die so genannte Bridge – dabei, worüber die Kommunikation läuft, um es später über Smartphone (Android oder iOS) bedienen zu können. Des weiteren sind im Set drei Leuchtmittel für den Sockel E27 enthalten:

Philips Hue White and Color Ambiance Starter Set

Die Einrichtung ist eigentlich denkbar einfach: Die E27 Leuchtmittel werden einfach in die passenden Lampenfassungen gedreht und die Bridge benötigt ein Netzwerkkabel zu eurem Heimnetz in dem ihr auch im WLAN seid und etwas Strom 🙂

Anschließend die App starten und einrichten. Um den vollen Funktionsumfang genießen zu können, müsst ihr noch ein Benutzerkonto anlegen, aber dazu später im Kapitel App mehr.
Das Interessante dabei ist, dass die Bridge sofort in der App befunden wird:

Ist die Bridge verbunden, hat die App auch schon festgestellt, dass die Software auf dem Ding veraltet ist und aktualisiert werden muss:

Nun geht’s aber an die Konfiguration der einzelnen Birnen. Diese können zusammen gefasst werden zu einzelnen “Räumen”, um diese zeitgleich nach Lust und Laune zu belichten. Zudem kann jede Birne einzeln benannt werden, so habe ich meine nach dem genauen Standort benannt. Ist eine Philips Hue White and Color Ambiance Birne nicht zu erreichen, weil die Lampe ausgeschaltet ist oder auch außerhalb der Reichweite der Bridge ist, wird diese auch entsprechend dargestellt:

Nun sind die drei Birnen erst einmal konfiguriert – startet man nun die Philips Hue App stellst sich dies wie folgt dar:

Philips Hue App Startseite

Nun habt ihr da bereits die Möglichkeit mit dem Symbol ganz rechts die zugehörigen Birnen ein zuschalten oder aus zuschalten. Ebenso ist es möglich mit dem Regler die Helligkeit zu steuern. Reicht dies noch nicht an Einstellungen, dann einfach auf das Symbol z.B. die Couch oder die Tür drücken und die folgenden Einstellungsmöglichkeiten tun sich auf:

Spielt man ein bisschen mit den Farben herum, stellt z.B. meine Philips Hue White and Color Ambiance Birne folgende Farben dar:

Theoretisch gibt es auch noch die Möglichkeit gewisse Abhängigkeiten oder Szenarien zu konfigurieren. Dies bedeutet, dass z.B. das Licht an der Haustür angeht, wenn ihr nach hause kommt (automatisch).  Ebenso habt ihr die Möglichkeit euch mit einem sanften Licht wecken zu lassen. Weitere bzw. eigene Routinen sind auch möglich – einige Einstellungsmöglichkeiten werden im folgenden Screenshot gezeigt:

Philips Hue App Routine konfigurieren

Habt ihr bereits ein Smart Home System zuhause, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Philips Hue auch dort eingebunden werden kann. Ich nutze das innogy Smart Home System und da lässt es sich nicht mit allen Funktionalitäten einbinden, aber aus meiner Sicht mit ausreichenden Möglichkeiten.

Beeindruckt von dem Set bin ich in den Punkten Farbtemperatur, Helligkeit und auch Farbdarstellung. Gerade der Farbtemperaturbereich wird sonst von keinem anderen Leuchtmittel unterstützt.

Philips Hue App

Zur Philips Hue App habe ich im vorherigen Abschnitt schon Einiges geschrieben, jedoch wollte ich der App selber dennoch einen eigenen Punkt widmen.

Bevor man mit der Philips Hue App starten kann, muss man natürlich ein Benutzerkonto anlegen, um den vollen Funktionsumfang nutzen zu können. Nachdem man dies soweit gemacht hat, muss vorerst eine Verbindung hergestellt werden mit einer sogenannten Philips Hue Bridge.

Sowohl das Herstellen der Verbindung mit der Bridge, als auch das konfigurierten der einzelnen Lampen funktioniert problemlos und spielend.

Startet man die App landet man auf der folgenden Startseite/Homescreen:

Philips Hue App Homescreen

Auf dieser Seite können direkt die einzelnen Räume angesteuert werden und man gelangt mit nur wenigen “Klicks” auf alle weiteren wichtigen Einstellungen. Für jedes Zimmer kann zudem ein Piktogramm definiert werden. Aus meiner Sicht sind dabei alle wichtigen Zimmer vertreten, aber seht selbst:

Philips Hue App Zimmer

Zur Einrichtung selber habe ich schon jede Menge im vorherigen Abschnitte geschrieben, je

Die App selber bietet schon einige Möglichkeiten in der Konfiguration und ist übersichtlich gestaltet. Um von der Couch das Licht sowohl in der Farbtemperatur als auch Helligkeit einzustellen mehr als ausreichend. Kennt man jedoch die App “all 4 hue”, welche von Rene Wahl entwickelt wird, dann fehlen in der offiziellen App von Philips noch einige Funktionalitäten. Dies spiegelt sich entsprechend auch den Bewertungen im Google Play Store wieder: 3/5 hat die offizielle Philips-App und 4,5/5 für all 4 hue.

Philips Hue Wireless Dimming Kit

Bei dem Philips Hue Wireless Dimming Kit ist das Prinzip der Kommunikation etwas anders. Im Lieferumfang ist das entsprechende Leuchtmittel 9,5 Watt E27 enthalten und eine Fernbedienung für dieses Leuchtmittel.

Die Montage ist dabei wirklich denkbar einfach. Ihr tauscht einfach das Leuchtmittel aus und schon könnt ihr mittels Fernbedienung die Lampe einschalten und auch wieder ausschalten. Ebenso ist auch möglich, wie der Name es bereits vermuten lässt, das Leuchtmittel in der Helligkeit zu regulieren; es lässt sich also dimmen.

Das schöne an dem System ist, dass man nicht zwangsläufig ein Smartphone braucht und jede Lampe mit E27 Fassung nachgerüstet werden kann. Problem an der Sache ist jedoch, dass ihr immer die Fernbedienung parat haben müsst. Das praktische an der Fernbedienung ist dabei jedoch, dass noch eine Halteschale dabei liegt und man somit an einer praktischen Stelle an der Wand befestigen kann.

Philips Hue Go

Wie der Name bereits erahnen lässt, ist das Philips Hue Go gemacht worden um portabel zu sein und so an unterschiedlichen Orten Licht zu erzeugen. Sei es am Abend als kleine Beleuchtung auf der Terrasse, die gemütliche Grillrunde im Stadtpark oder auch die abendliche Angelrunde mit guten Freunden am Rhein.

Mit einem Gewicht von 900 Gramm und einem Durchmesser von fast 15 cm ist die Philips Hue Go keine Tischleuchte, die man eben mal in die Tasche stecken sondern eher in den Rucksack. In der Höhe misst man ungefähr 8 cm.

Schön an der Philips Hue Go ist, dass man nicht zwingend auf ein Smartphone zur Bedienung angewiesen ist. Mittels Schalter auf der Rückseite kann zwischen sieben unterschiedlichen Voreinstellungen gewählt werden:  ein warm-weißes und ein kalt-weißes Licht, zudem noch fünf Lichteffekte. Den Lichtwechsel kann durch einfaches Drücken des Schalters vorgenommen werden.
Sollten diese vier Programme nicht ausreichen, gibt es die Möglichkeit durch zweimaliges drücken und festhalten des Schalters die Farbe frei zu wählen.
Will man den Philips Hue Go ausschalten, so drückt man ca. 10 Sekunden lang den Schalter.

Man hat jedoch auch die Möglichkeit die Hue Go über eine App oder das vorhandene Smart Home System zu steuern. Dazu muss das System mit einer Bridge verbunden werden und anschließend stehen einem alle Funktionen aus der App zur Verfügung.

Die Philips Hue Go kann sowohl kabelgebunden als auch kabellos genutzt werden. Dabei fällt direkt auf, dass im kabelgebundenen Betrieb die Leuchtkraft wesentlich heller ist. Laut Handbuch sind es lediglich 40 % Helligkeit im Akkubetrieb – was optisch auch sehr gut sichtbar ist.

Nun genug gequatscht und ein paar Bilder vom Produkt. Das folgende Bild zeigt den rückseitigen Knopf zur Bedienung der Philips Hue Go, ebenso ist darunter eine Haltervorrichtung, damit die Philips Hue Go auch halb aufgerichtet auf dem Tisch o.Ä. stehen kann:

Philips Hue Go

Das folgende Bild zeigt den Anschluss für das Netzteil, um die Philips Hue Go entweder dauerhaft mit Strom zu versorgen oder diese “nur” zu laden:

Philips Hue Go

Die beiden folgenden Bilder sind bei unterschiedlicher Helligkeit der Philips Hue Go aufgenommen werden, welche das sehr angenehme Stimmungslicht sehr gut verdeutlichen:

Das Schöne ist, dass das Philips Hue Go total flexibel einzusetzen ist. Im Haus lässt sich dies sehr bequem als dauerhafte Stimmungsleuchte nutzen, welche dabei nicht zu dunkel ist. Bei einem gemütlichen Abend auf der Terrasse lässt sich die Hue Go aber auch sehr gut nutzen, um den Tisch bzw. die gemütliche Runde atmosphärisch zu beleuchten, sodass man nicht im Dunkeln sitzt.

Mit einer Leuchtdauer von bis zu drei Stunden im Akkubetrieb ist man insgesamt schon sehr gut bedient. Hat man jedoch die Freunde bis in den sehr späten Abend bzw. frühen Morgengrauen da, dann reicht die Akkulaufzeit jedoch nicht aus.

Fazit

Meiner Meinung nach ist das Philips Hue System ein sehr gutes und durchdachtes Beleuchtungssystem, welches natürlich auch nicht zu verachtenden Preis hat. Es ist aber auch aktuell DAS System auf dem Markt, welches einfach den größten Bereich in puncto Farbtemperatur und Farbwiedergabe hat. Zudem ist es ein System, welches sich mit fast jedem SmartHome System der gängigen Hersteller verbinden lässt. Neben der klassischen Bedienung per App, kann man das Beleuchtungssystem auch sehr gut per SmartWatch oder auch Sprachsteuerung bedienen (z.B. Amazon Echo oder seit neustem auch Google Home).

Das Philips Hue System hat meiner Meinung nach jedoch nicht den Absicht bzw. kann keine klassische Raumbeleuchtung ersetzen. Dazu ist eine Umstellung in größeren Wohnungen einfach zu teuer. Würde ich meinen kompletten Hausstand entsprechend umrüsten – wir haben viele Lampen mit einer GU10-Fassung – wäre ich schnell um die 1.500 € los.

Gerade für den Einsatz in einzelnen Lampen, z.B. einer Stehlampe machen sich die Philips Hue White and Color Ambiance sehr gut.

Sehr schön ist auch die Möglichkeit die Philips Hue Produkte mit dem SmartHome System oder auch einem Sprachassistenten zu verwenden. So habe ich meine Produkte sowohl mit Google Home als auch mit dem innogy SmartHome System gekoppelt und kann aus der Ferne meine Beleuchtung steuern.

Ebenso haben sich mittlerweile schon einige Tagesabläufe an das Philips Hue Beleuchtungssystem in Kombination mit Google Home eingespielt. So geht es morgens ins Wohnzimmer und man lässt Google die leichte Hintergrundbeleuchtung einschalten; gerade sehr angenehm wenn man die Tochter auf den Arm hat und direkt in die Küche durchstarten möchte. Mittlerweile hat es sich so “erfolgreich” durchgesetzt, dass unsere kleine Tochter, wenn sie in ein dunkles Zimmer geht, direkt nach Google fragt 😉

Sowohl mit Google Home als auch mit dem Innogy SmartHome System gab es bisher keinen einzigen Aussetzter oder ein Problem bei der Einrichtung, der Aktualisierung der Firmware o.Ä. jedoch habe ich hin und wieder Probleme mit dem ZigBee Protokoll gehabt.

 

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Über Marcel 38 Artikel
Berufliche bin in der Welt der Nullen und Einsen unterwegs und lasse mich gerne für neue technische Dinge und auch Gadgets begeistern. Neben meiner handwerklichen Geschick und meiner Liebe zur Fotographie behalte ich den Gadget Bereich immer wieder im Blick

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