Monitor Philips 245C7QJSB Review / Test

Philips 245C7QJSB Office
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Neuer Monitor, neue Review: dieses Mal zu einem Office Monitor und zwar den Philips 245C7QJSB. Nun gut, für einen aktuellen Straßenverkaufspreis von nicht einmal 200 € kann man meiner Meinung nach nicht viel erwarten, oder doch? Günstige Office Monitore fangen preislich bei ca. 200 € an, haben jedoch oft den Nachteil, dass sie mit schlechten Helligkeitswerten “glänzen” und somit die Arbeit auf Dauer die Augen übermäßig ermüden lässt und dazu zwingt, öfters Pausen einlegen zu müssen. In wie weit hier der Philips 245C7QJSB die bessere Wahl ist oder auch nicht, wird sich noch zeigen müssen 😉

 

Technische Daten

Bezeichnung Philips 245C7QJSB
Diagonale 23,8 ” bzw. 60,5 cm
Auflösung 1.920 x 1.080 Pixel
Format 16 : 9
Reaktionszeit 5 ms
Helligkeit 250 cd/m²
Kontrast statisch 1.000 : 1
Kontrast dynamisch 20.000.000 : 1
Blickwinkel 178° / 178°
Panel IPS
Bildschirmwiederholrate 60 Hz
Neigung + 20 ° und – 5 °
Drehung
Höhenverstellung
Leistungsaufnahme 18 Watt
Leistungsaufnahme (Standby) 0,3 Watt
Anschlüsse 1 x VGA
1 x HDMI
1 x DP 1.2
Lautsprecher
Gewicht 2,87 kg
Abmessungen 541 x 412 x 197mm (B x H x T)

Lieferumfang

Geliefert wird der Monitor in einer weißen Verpackung gut geschützt. Der Monitor selber wird im fertig-montierten Zustand geliefert, sodass eine Montage des Standfußes entfällt. Neben dem Philips 245C7QJSB sind noch VGA- und ein HDMI-Kabel im Lieferumfang enthalten. Möchte man den vorhandenen DP-Anschluss nutzen, muss man noch ein zusätzliches Kabel käuflich erwerben oder womöglich hat man bereits eins daheim liegen. Neben dem dazugehörigen Netzteil inkl. Kaltgerätekabel befindet sich auch noch eine Bedienungsanleitung im Karton. Und für die ältere Generation befindet sich noch ganz klassisch eine CD mit Treiber und Philips Software im Lieferumfang. Ich persönlich lade mir solche Sachen lieber immer direkt aus dem Internet, dann kann man zumindest sicher sein, dass man die aktuellste Version der entsprechenden Software nutzt. Dennoch ist es seitens Philips vorbildlich, denn viele Hersteller sparen sich die paar Cent für diese CD.

Design, Ausstattung und Verarbeitung

Das Design des Philips 245C7QJSB ist sehr schlicht aber durchaus elegant und zeitgemäß gehalten. Der Standfuß selbst ist aus Metall gefertigt und mit einer grauen Metalllackoptik versehen. Hebt man den Monitor jedoch leicht an einer Seite an oder bleibt man mit dem Kabel der Maus daran hängen, kommt der Monitor schnell ins Wanken. Hier hätte ich mich über etwas mehr Stabilität gefreut, sodass der Bildschirm auch bei kleinen Wackeln nicht zu sehr ins Straucheln gerät. Auch im unteren Bereich des Philips Monitors setzt sich die Metalloptik durch, wobei dies nicht aufdringlich, sondern eher dezent und elegant wirkt. Gerade durch das sehr schlanke Design und die gefühlt fast nicht vorhandenen Ränder, glaubt man kaum einen reinen Office-Monitor vor sich stehen zu haben.

Im oberen Bereich ist der Monitor lediglich einige Millimeter dick (gemessene 9 mm). Im unteren Bereich, wo die Elektronik und auch die Anschlüsse positioniert sind, ist er gute 2 cm dick.

Alle Anschlüsse liegen gut zugänglich auf der Rückseite, sodass problemlos Kabel eingesteckt werden können. Auf der rechten Seite (von vorne) liegen die Bildsignal- und Audiosignal-Eingänge. Dies wären dem Bild folgenden von links nach rechts: Displayport, HDMI, VGA und der Audio-Ausgang.

Auf der rechten Seite (von vorne) ist der Stromanschluss für das beiliegende Netzteil und eine Vorrichtung für Kensington Lock.

Philips 245C7QJSB Kensington Lock

Im unteren Bereich befindet sich auf der Vorderseite das Philips-Logo, welches auf einem Stück Plastik aufgebracht wurde und im eingeschalteten Zustand leuchtet. Sieht schick aus, aber gerade im ausgeschalteteten Zustand leuchtet die LED regelmäßig und wirklich sehr hell, sodass wahrscheinlich ein Großteil der Leistungsaufnahme im Standby alleine auf diese LED zurück zu führen ist.

Ergonomie des Philips 245C7QJSB eher mau

Im Bereich Ergonomie trumpft der Philips 245C7QJSB leider nur sehr mau auf. Zwar lässt er  sich in der Neigung verstellen und dies auch in einem mehr als ausreichendem Maß, jedoch gibt es Abzüge im Bereich Höhenverstellbarkeit und auch Drehbarkeit. Gerade für die Nutzung als Office-Monitor ist eine saubere Einstellung unabdingbar. Auch wenn die Bildschirmarbeitsplatzverordnung (BildscharbV) dies nicht vorschreibt, so kann ich nur jedem Arbeitgeber und auch Arbeitnehmer ans Herz legen gerade auf die Punkte Höhenverstellung auch auch Neigungsverstellung Wert zu legen. Ein Höhenverstellung ist nicht gegeben und diese lässt sich leider auch nicht durch eine VESA-Halterung nachrüsten, da der Philips 245C7QJSB  über keine Haltevorrichtung für VESA verfügt. Somit besteht auch keine Möglichkeit, ohne größeren Aufwand, den Bildschirm an der Wand zu befestigen. Hier müsste man sich anderer Mittel behelfen oder die Höhenverstellung mittels ausgedienter Diercke Weltatlanten vornehmen 😉

Ebenso ist der Schaltknopf zwar optisch schön versteckt, sodass dieser nicht das sehr gelungene Design des Philips 245C7QJSB beeinflusst, jedoch ist dieser dadurch auch sehr schwer zu erreichen bzw. die Lösung ist meiner Meinung nach nicht ganz optimal. Da ich meinen Monitor im Normalfall immer über einen Mehrfachstecker vom Strom nehme, ist mir das mehr oder weniger egal. Gerade auch weil wichtige Einstellungen auch über die beiliegende Software direkt über den Computer vorgenommen werden, kann ich das für meinen Teil verschmerzen.

Bedienung

Die Bedienung des Philips 245C7QJSB findet über einen großen Bumper auf der Rückseite statt. Philips nennt das Bedienelement bzw. den Bedienknopf “EasySelect-Menütaste”. Ich werde weiterhin Bumper oder ähnliche Formulierungen verwenden 😉
Der Bumper lässt sich sehr gut erahnen, jedoch ist die Bedienung nicht ganz so leicht. So bewegt man diesen manchmal anstatt auf diesen drauf zu drücken. Durch das leichte Gewicht des Monitors ist man gerade beim Draufdrücken immer wieder mit dem Daumen auf dem Rand, um eine entsprechende Gegenkraft zu erzeugen. Schaltet man den Monitor nicht über einen Mehrfachstecker aus, sondern immer über den Ein-/Ausschalter, dann kann dies schon sehr nervig sein. Gerade weil man zum Ausschalten den Knopf längere Zeit betätigen muss.

Philips 245C7QJSB Bedienung

Ultra Wide Color

Bevor wir im Detail auf die Bildqualität eingehen, möchte ich noch ein paar Worte zur verbauten Technologie verlieren. Philips hat mit der Bezeichnung Ultra Wide Color eine Technik verbaut, welche den Farbraum des Monitors erweitert und somit noch mehr Farben zur Verfügung stehen. Die Technik ist nicht neu, sondern basiert auf der ebenfalls von Philips vermarkteten Technologie UltraColor. Ultra Wide Color wurde im Rahmen der IFA 2016 vorgestellt und findet in vielen Philips Monitoren ebenso auch im Philips 245C7QJSB Verwendung. Durch verschiedene Phosphorschichten kann eine bessere Darstellung der Farben ermöglicht werden. In wie weit das Auswirkungen auf den Farbraum des Philips Monitor hat, werden die Messergebnisse im nächsten Abschnitt zeigen.

Bildqualität des Philips 245C7QJSB

Gerade bei der Bildqualität punktet der Monitor voll und ganz. Alleine der Startbildschirm bei Windows 10 mit einem kontrastreichen und farbenfrohen Bild zeigt wirklich genau, wo der Philips Monitor seine Stärken hat.

Um nicht nur auf eine subjektive Betrachtung einzugehen, sondern auch mit technischen Daten glänzen zu können, habe ich mit einem Spyder Kolorimeter sowohl den Farbraum als auch die Helligkeit gemessen, das Ergebnis wird in den beiden folgenden Screenshot dargestellt.

Philips hat selber auf deren Webseite ein Farbraumvolumen bzw. Spektrum nach sRGB mit 127 % angegeben. Nach meinen mehrfach wiederholten Messwerten mit DisplayCAL komme ich auf fast 129% sRGB Volumen. Somit ist die Angabe von Philips bzw. Farbspektrum nicht nur erreicht sondern auch übertroffen.Philips 245C7QJSB Farbraum

Der folgende Screenshot zeigt hingegen den schlecht-ermittelsten Kontrastwert mit ungefähr 235 cd/m².

Philips 245C7QJSB Helligkeit

Auch wenn der Monitor subjektiv betrachtet von Haus aus schon sehr gut eingestellt ist, so macht es dennoch Sinn den Monitor mittels Kolorimeter zu kalibrieren. Habt ihr selber keins zur Hand, dann könnt ihr ansonsten auf eine Liste von vorgefertigten Einstellungsmöglichkeiten bzw. Modi zurückgreifen, die da wären:

  • Economy
  • Film
  • Foto
  • LowBlue Mode
  • Office
  • Spiel
  • Text

Ich denke, dass zu den einzelnen Modi nicht viel Erklärung nötig ist, lediglich zum LowBlue Mode. Da gerade blaues Licht für die schnelle Ermüdung der Augen verantwortlich ist, gibt es einen Modi welcher gerade das blaue Licht reduziert und somit für längeres und ermüdungsfreies Arbeiten am Bildschirm verantwortlich ist.
Natürlich hat dies zur Folge, dass Farben nicht mehr so farbtreu dargestellt werden, aber gerade bei reinen “Office”-Arbeiten ist dies eine sehr sinnvolle Sache.

Durch das verbaute IPS Display ist der Philips 245C7QJSB nicht nur im Bereich der Farbdarstellung eine sehr gute Partie, sondern man hat auch eine sehr geringe Blickwinkelabhängigkeit. So bekommt man aus nahezu jedem Betrachtungswinkel ein sehr farbenfrohes und kontrastreiches Bild zu sehen, welches nicht verwaschen wirkt oder mit falschen Farben dargestellt wird.

Ich muss gestehen, dass mein derzeitigen Arbeitsplatzmonitor nicht annähernd einen solch hohen Kontrastwert und auch eine solch brilliante Farbwiedergabe hat.

Fazit zum Philips 245C7QJSB

Der Philips 245C7QJSB ist ein guter Monitor und glänzt im Bereich der Farbwiedergabe und auch der Helligkeit. Mit einer gemessenen sRGB Farbraumabdeckung von 99 Prozent und einem Farbraumvolumen von fast 129 Prozent ist er optimal für ambitionierte Grafikgestalter. Durch das elegante aber dennoch dezente Design passt er perfekt in modern-eingerichtete Großraumbüros im kreativen Bereich, kann aber durch den guten Kontrastwert und auch Helligkeitswert im Bereich der normalen Office-Nutzung sehr gut eingesetzt werden. Um den Monitor auf eine optimale Arbeitshöhe einstellen zu können, benötigt es jedoch ein Buch oder auch zwei, welche als Unterlage dienen. Gerade im Bereich der Ergonomie muss nicht zuletzt durch den nicht-optimalen Bumper Abstriche im Bereich der Bedienung gemacht werden.

Auf eingebaute Lautsprecher ist verzichtet worden, jedoch können Kopfhörer direkt am Monitor angeschlossen werden. Alle wichtigen Bildschirmanschlüsse sind verbaut, es fehlt lediglich an einem integrierten USB-Hub. Wer auf eine Docking-Station für sein Notebook setzt, kann darauf gerne verzichten, ich bin jedoch froh an meinem HP Envy ein USB Hub für Maus und Tastatur verbaut zu haben, so brauche ich lediglich ein Kabel an den Laptop anschließen.

Wer auf die Höhenverstellung und den USB-Hub nicht verzichten kann, sollte sich das Modell 241B7QUPEB aus der Serie B-Line von Philips anschauen.

 

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Über Marcel 34 Artikel
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